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Nina Mathejczyk

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Selbstreflektion mit dem eigenen Pferd

October 9, 2018

 

Ich möchte euch heute daran teilhaben lassen, was sich mir mit unserer kleinen 3 köpfigen Herde zeigte, um einen Einblick zu geben, dass und wie es funktionieren kann, sich selbst mit seinen eigenen Pferden zu coachen. Denn sehr oft habe ich inzwischen gehört: „ Das ist so toll wie du das machst und die Fragen, die du stellst, das würde ich gerne selbst können, um nicht jemand anderen ständig zu brauchen.“ Und die Wahrheit ist, jeder kann es mit ein bisschen Übung selbst!

 

Um von der Weisheit der Pferde inspiriert werden zu können, brauchen sie kein Halfter, müssen nichts erfüllen, sie können einfach frei sein. In Verbindung entsteht etwas Neues, Altes darf gehen und die Wunden können heilen. Wenn mehrere Menschen oder/und Pferde versammelt sind, ist das, was passiert, immer Ausdruck des gesamten gemeinsamen Feldes, das durch die Energie der Gruppe kreiert wird.

 

Also spule ich mal zurück zu letzter Woche. Seit geraumer Zeit gehe ich selbst durch ziemlich viele und intensive Prozesse. Vor kurzem war das Gefühl von Einsamkeit sehr präsent und ich hatte das Gefühl, es geht mir damit schon sehr viel besser, aber irgendetwas hängt noch und ich stehe auf der Leitung.

Nachdem ich die Pferde versorgt hatte und sie grasen gingen, stand ich in ihrer Nähe und begleitete sie und machte mir so meine Kopfgedanken. Ich überlegte mir, was mir Kahils Verletzung an seinem linken Bein zeigen sollte. Er hat sie sich zugezogen am Tag der Hochzeit einer langjährigen Freundin und genau auf die gleiche Weise an der gleichen Stelle vor 7 Jahren am Tag meiner eigenen Hochzeit. Solche Synchronizitäten lassen mich hellhörig werden.  Es kamen mir Gedanken in den Sinn über die weibliche Fähigkeit des Annehmens und Empfangens, darüber dass ich mich mehr um mich selbst sorgen sollte und auch Fürsorge anderer annehmen darf. Das war noch viel Kopf, auch wenn mit Sicherheit viel Wahres dran.

 

Dann kam das Gefühl von Einsamkeit durch und wie sehr ich es gerade bräuchte, einfach mal gehalten zu werden. Genau in diesem Moment heben alle Pferde den Kopf und gehen gleichzeitig los und zwar ganz weit von mir weg! Gaaaaanz weit! In meinem Feld war ja schließlich Einsamkeit und ein Bedürfnis aus einem starken Mangel heraus.

Natürlich löste das etwas in mir aus. Ich fühlte interessiert, was es mit mir macht. Ein bisschen Traurigkeit darüber, wie immer, wenn es mir nicht gut geht, allein zu sein. Aber gleichzeitig machte es auch Klick. Die Pferde gingen als Herde und ich habe mich ins Abseits manövriert, da ich Ihnen nicht folgte. Ich habe mich in die Einsamkeit begeben, weil sie gerade in mir war. Genauso wie mein Muster aus Kindheitstagen: Wenn es mir nicht gut geht, zieh ich mich zurück, um niemandem zur Last zu fallen.

Also beschäftigte ich mich mal kurz oberflächlich mit dem Gedanken, wenn uns etwas fehlt, können wir es uns selbst geben oder unserem kleinen Kind und wollte es für mich selbst klären bis kurzerhand ein ganz anderer Gedanke „einfiel“.

 

Ich beschloss nun nicht den einsamen gewohnten Pfad zu gehen, sondern stattdessen den Pferden zu folgen. Und siehe da, natürlich haben sie mir nicht einfach die kalte Schulter gezeigt vorhin, sie waren nach wie vor aufgeschlossen. Ihre Position zueinander hatte sich verändert. Sie bildeten ein Dreieck und es zog mich in die Mitte des Dreiecks. Genau dort war mitten auf der Wiese ein kleiner Sandhaufen, den ich nie zuvor gesehen hatte und ich kniete mich dorthin. Es überkam mich ein so tiefes Gefühl von Dankbarkeit, von Gehalten und Umsorgt werden, von unglaublicher Gruppenenergie. Ich spürte die Kraft der geometrischen Form des Dreiecks und staunte immer mehr. Ich hatte eine Vision aus einem vergangenen Leben, in dem ich alleine auf dem Boden kniete kurz vor einer Hinrichtung. Ich erlebte diese Gefühle kurz vor dem Tod von mutterseelenallein und verlassen und gleichzeitig voll Verbindung, Liebe und getragen sein von einer universellen Energie. Gefühle, die mich in aufrichtiges Staunen und Ehrfurcht versetzten. Ich konnte in diesem Moment meiner Essenz, meiner Kraft begegnen und mein weiterer Weg wurde wieder klar.

 

Dies ist nun noch keine Anleitung wie man selbst mit seinem Pferd innere Prozesse beschreitet. Meine kürzliche Erfahrung soll lediglich ein wenig inspirieren und einen kleinen Einblick geben, was alles möglich ist mit nur ganz kleinen Impulsen und dem Folgen der inneren Stimme und der inneren Führung. Jede Antwort liegt in uns und wir kennen sie bereits. Manchmal wollen wir sie nicht hören und Pferde sprechen dann einfach nochmal deutlicher und streuen ihren Glitzersternenfunkelstaub darüber! Gemeinsam ist manches einfach leichter!

 

6 kleine Impulse, die dir helfen können, wenn du mit deinem Pferd zu dir finden willst:

 

 

1) Spüre deinen Körper und seine Veränderungen:

 

Wo ist es angespannt, heiß, kalt, kribbelig? Was zieht die Aufmerksamkeit auf sich? Welche Botschaft verbirgt sich dahinter?

 

2) Folge deinem ersten Impuls und deinen Gefühlen

 

3) Stelle dir zielführende Fragen wie z.B.

  • Was brauche ich, um ... zu überwinden?

  • Was brauche ich gerade?

  • Wo begegnet mir das sonst in meinem Leben?

  • Welcher Teil in mir ist gerade aktiv?

  • Ist das wirklich wahr?

  • Was macht der Gedanke mit mir und meinem Körper?

  • Wie würde ich mich verändern, wenn ich … denken würde?

  • Was braucht das Gefühl von mir, das ich gerade spüre? Raum? Achtung? Annahme? Respekt? Etc.

  • Was würde mir mein Pferd gerade mit seinem Verhalten sagen, wenn es sprechen könnte?

  • Wann habe ich dieses Gefühl in der Vergangenheit schon mal gefühlt (Kindheit)? Uvm.

  • Der Moment bringt die Fragen mit sich. Lass dich von deiner Intuition leiten.

 

4) Beobachte die Reaktionen deines Pferdes und nimm bewusst deine eigenen Reaktionen darauf und Interpretationen wahr.

 

5) Schnauben, Wälzen, Äppeln tritt oftmals auf, wenn sich eine Spannung in deinem Körper oder in dir generell löst.

 

6) Sehe das Pferd/die Pferde in ihrer Position zueinander und ihrem Verhalten als Hinweisgeber für deine momentane Befindlichkeit oder als Antwort auf deine Frage. Was sagt dir das Bild, das du siehst, über dich und den Moment?

 

7) Du kannst auch deinem Körper folgen, wenn du merkst er will sich setzen, sich bewegen, Position verändern etc. und beobachte deine Gefühle, die mit der Körperhaltung aufkommen.

 

 

Egal in welcher Situation du gerade bist, ich wünsche dir Antworten und tiefe Verbindung zu dir und deinem Pferd und ganz viel Spaß beim Ausprobieren und ganz bewusst hinsehen und hinfühlen!

 

 

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