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Die Illusion des Schutzes und 8 Dinge, die du für dich und dein Pferd stattdessen tun kannst

March 23, 2018

Es gibt immer mehr Menschen, die irgendwie anders sind.  Wie auch immer man das nun nennen mag: Hochsensibilität, Sternenseelen, ganz egal, es dient nur dazu dem Kind einen Namen zu geben.

 

Viele haben ein gemeinsames Thema: zum Einen das große Bedürfnis sich irgendwie vor den Einflüßen von Außen schützen zu müssen und zum anderen eine gute Ausrede, vieles einfach nicht ertragen zu können, weil man so sensibel ist. Das ist absolut nicht anklagend gemeint. Ich kenne beide Facetten selbst sehr gut aus meinem Leben und habe mich dazu entschieden, mich von meinem dadurch selbst gebauten Gefängnis zu befreien.

Mein etwas anderer Umgang mit den Pferden und der Wandel damit zwischen anderen Pferdemenschen haben mir dabei sehr geholfen.

Wenn es dir auf eine Art ähnlich geht und du das verändern möchtest, ist meine veränderte Sichtweise darauf für dich bestimmt sehr interessant.

 

Ein Alien im Pferdestall

 

Hast auch du das Gefühl irgendwie anders zu sein und nicht dazu zu gehören? Du passt nirgendwo rein? Du nimmst viel zwischen den Zeilen wahr und fühlst dich unwohl, wenn du merkst irgendetwas stimmt da nicht? Du neigst dazu dich zurück zu ziehen und fühlst dich in Menschenmengen sehr unwohl?

Da du so viel mehr wahrnimmst, ist es dir auch nicht mehr möglich mit Pferden so umzugehen, wie es um dich herum gelebt wird. Du gehst deinen Weg, der anders aussieht und fühlst dich immer mehr als Außenseiter, der schief beäugt wird. Du fährst in den Stall schon mit einem mulmigen Gefühl und in der Hoffnung, dass Person XY nicht da ist, damit du ganz entspannt mit deinem Pferd sein kannst, ohne die Blicke aushalten zu müssen. Aber nein, du fährst auf den Hof und siehst das Auto, das lieber nicht da sein sollte, alles verkrampft sich und am liebsten würdest du schon gleich wieder umdrehen. Du versuchst dich zu schützen, dich abzugrenzen und möchtest selbstsicher wirken, aber innerlich ist dir ganz schön mulmig zumute. Dann kommst du zu deinem Pferd und möchtest mit ihm spielen, Zeit verbringen, spazieren gehen, was auch immer du in der Regel gerne mit ihm machst und nie ein Problem ist, solange du alleine bist. Aber na klar, jetzt ist alles anders. Dein Pferd verhält sich irgendwie daneben, es rempelt dich an oder ist sehr nervös oder will gar nicht erst mitkommen. Du gerätst immer mehr aus deiner Mitte bis du irgendwann die Fassung verlierst. Und zu allem Überfluss haben die anderen im Stall das ganze Szenario miterlebt und du darfst dir nett gemeinte Kommentare anhören: „Du darfst dem nicht alles durchgehen lassen. Wenn ihr so weiter macht, wird das noch richtig gefährlich! Dein Pferd nimmt dich überhaupt nicht für voll!“

Diese Liste wäre endlos fortzuführen. In deinem Inneren weißt du ganz genau, dass das alles nicht stimmt, dass das einfach Ausdruck der Situation und deiner inneren Anspannung ist und das Pferd da nichts für kann. Es liegt an dir und du fühlst dich noch schuldiger, weil es ein doofer Teufelskreis ist, aus dem du nicht raus kommst. Du zweifelst an dir, ob nicht doch etwas dran ist an dem, was deine Stallkollegen sagen und versuchst dein Pferd auf die ein oder andere Weise wieder zu bändigen und zu erziehen, aber am Ende fühlt es sich falsch an.

 

Kommt dir das in irgendeiner Form bekannt vor? Ich selbst war in vielen unterschiedlichen Ställen, vom Freizeit- bis Turnierstall, immer wieder in ähnlichen Situationen und habe mich immer mehr abgekapselt in meine Welt. Ich habe viele ungläubige Blicke geerntet und auch Fragen logischerweise, als Alien in einem Turnierstall, der sein Pferd führt anstatt es zu reiten;)

Es hat mich dort niemand für voll genommen, sie dachten eher ich hätte keine Ahnung vom Reiten und von Pferdeausbildung. Nichts  ist weiter entfernt als das, ich habe mich einfach bewusst gegen diesen herkömmlichen Weg entschieden. Das Gefühl unterschätzt, begutachtet und bewertet zu werden nach bestimmten Kriterien ging an mir nicht spurlos vorbei. Ich war angesehen und wertvoll für die Menschenpferdewelt, wie ich sie gelebt hatte. Als ich innerlich all das aufgegeben hatte, konnte ich auf nichts mehr zurückgreifen. Es fühlte sich an wie ein Neustart auf einem Gebiet, auf dem ich keine Ahnung hatte. Ich war unsicher und fühlte mich belächelt. Kein schönes Gefühl. Aber die Reaktion der anderen holte nur das unsichere Gefühl in mir nach oben, das ohnehin in mir war.

 

 

In Wahrheit schützen wir uns vor unseren eigenen Gefühlen

 

Warum erzähle ich dir heute genau das?

Im Rückblick ist mir eines klar: Rückzug ist nicht die Lösung! Schutz ist nicht die Lösung! Vor was wollen wir uns schützen? Wir denken wir schützen uns vor den Menschen, weil sie uns nicht positiv gesonnen sind. In Wirklichkeit schützen wir uns davor, die Gefühle zu fühlen, die sie in uns auslösen. Wir wollen nicht mit uns selbst konfrontiert sein. Wenn ich kein Problem habe mit meinem Selbstwertgefühl und in meiner Mitte bin, werden mich die Worte der anderen nicht aus der Ruhe bringen. Ganz im Gegenteil, ich werde kontern oder auch nicht, je nachdem, welch ein Typ Mensch ich bin. Aber das Entscheidende: Mir geht es gut dabei!

 

Ein nächster wichtiger Punkt: Unsere Wahrnehmung und Sicht auf die Dinge ist entscheidend. Wenn ich mein Umfeld  und andere Menschen als Aggressoren ansehe, dann werde ich genau das erleben. Ich kann mich schützen wie auch immer ich will, ganze Festungen errichten, die Angriffe werden dadurch nicht weniger. Viel wichtiger sehe ich die Frage: vor was will ich mich schützen? Vor was habe ich Angst? Vor welchem Gefühl habe ich Angst?

 

Es mag sein, dass die folgenden Worte in dir einen Widerspruch oder eine Angst erzeugen, dann kuck dir diese einfach an. Ich möchte dir heute sagen: Du brauchst keinen Schutz! Der eigentliche Kampf tobt in deinem Inneren und nicht im Außen. Wenn in dir Frieden ist, wirst du nicht kämpfen müssen. Und wenn der vermeintliche Frieden in Gefahr ist, dann steppt der Bär in dir und du möchtest dich vor der Erfahrung und dem Auseinandersetzen mit deinem Inneren schützen. Auch wenn du einen Schutzraum um dich aufbaust, schützt es dich nicht vor Erfahrungen, die zu dir kommen sollen. Es passiert eher das Gegenteil. Du richtest deine Energie darauf, dass es etwas gibt vor was du dich schützen musst. Rate, was passiert: Du erzeugst immer mehr von den Situationen, in denen du das Gefühl hast dich schützen zu müssen.

 

 

Die Reaktionen der anderen sind ein Geschenk!

 

Ganz im Gegenteil sehe ich heute die Konfrontationen im Außen als Geschenk. Denn ich kann meine noch unverdauten oder unverarbeiteten Gefühle nur in der Interaktion mit anderen erkennen. Zuhause allein ist es vielleicht ganz gemütlich und vermeintlich sicher und die Welt ist ok, aber erst die Welt da draußen zeigt mir wie standhaft, wie selbstbewusst, wie zufrieden, entschlossen, glücklich etc. ich wirklich bin. Gerade die Pferde spiegeln das natürlich, aber ebenso die Menschen. Nur fällt es uns bei anderen Menschen oft viel schwerer diesen Schritt zurück zu treten und sich auf sich zu besinnen und nicht den anderen für die eigenen Gefühle verantwortlich zu machen.

 

Du kannst dich natürlich zurück ziehen und vielleicht fühlst du dich auch gerade ganz gut damit, dann ist alles ok. Aber schränkst du dich durch deine Angst ein, beraubst du dich deines eigenen Lebens. Du wirst dich immer mehr einschränken, dich immer mehr schützen, um bestimmte Erfahrungen nicht zu machen und bestimmte Wunden nicht ansehen zu müssen. Auf Dauer kostet das allerdings so viel Energie.

Das ist so als hätte man eine Nadel im Arm, die Schmerzen bereitet jedes Mal, wenn man sie berührt. Um diesen Schmerz zu vermeiden, bewegt man erst den Arm weniger. Dann ist es immer noch unangenehm beim Schlafen und man wacht auf. Also baut man sich eine Konstruktion, damit man sich in der Nacht nicht mehr bewegt. Aber auch tagsüber wird es schwierig beim Anziehen usw., also legt man sich lieber einen Gips an und wird immer bewegungsunfähiger. Im Grunde ist es so viel einfacher, einfach die Nadel rauszuziehen! Oder?

 

Kommt dir das vielleicht bekannt vor? Wo vermeidest du in deinem Alltag bestimmte Erfahrungen? Welche Schutzmechanismen hast du dir antrainiert? Oder ist es die Maske von „ach ich bin so sensibel, du weißt ich kann damit schlecht umgehen? Also bitte tu das nie wieder? Ich bin dann immer zutiefst verletzt“ oder „Wenn mein Umfeld nur anders auf mich reagieren würde, dann könnte ich mich auch wieder öffnen?“

 

Es ist an der Zeit diese abzulegen und wirklich zu leben! Es hat einen Grund, warum wir anders sind! Und es hat einen Grund, warum wir genau jetzt hier auf dieser Erde sind! Und es braucht jeden einzelnen von uns! JETZT!!!!! Lebe und feiere dich in deiner Andersartigkeit! Du bist wunderschön! Wenn du Mechanismen dieser Art in dir aktiv hast, dann hast du dein Leben aus deiner Hand gegeben. Du machst dich zum Opfer deiner Umstände und nicht zum Schöpfer deines Lebens! Das wäre so schade!

 

Vielleicht denkst du dir jetzt, das würde ich ja gerne, aber ich weiß nicht wie. Wenn das so ist, lies noch ein kleines Stück weiter, denn ich möchte ein paar Dinge und Sichtweisen mit dir teilen, die mir geholfen haben. Vielleicht helfen sie auch dir.

 

 

8  Gedanken für einen positiven wandelnden Umgang mit dir selbst und deiner Umwelt

 

#1

Nimm dich nicht so ernst und beginne dich zu beobachten!

 

 

Sehe das Ganze eher als Spiel. Wenn irgendetwas passiert, was dich verletzt, dich wütend macht, oder dir Angst bereitet, schau als erstes auf DICH! Beobachte dich und deine Emotionen und erkunde sie, stelle die sich immer wiederholenden Muster fest und frage dich, welche Verletzung der Reaktion zugrunde liegt.

 

#2

Gehe in die Natur und werde körperlich aktiv (Sport;)!

 

Je mehr du in deinem Körper voll und ganz ankommst, umso mehr kommst du hier auf der Erde an. Die Art und Weise wie du deinen Körper sabotierst, sagt viel darüber aus, wie sehr du JA oder NEIN zum Leben im Generellen sagst.

 

 

#3

Gönne dir den Rückzug und die Pausen, die du zur Regeneration brauchst.

 

Sorge gut für deine Bedürfnisse, wenn dir alles zu viel wird.

 

#4

Umgang mit Emotionen

 

Wenn du merkst du bekommst ein unangenehmes Gefühl in einer Situation im Stall oder im alltäglichen Leben, dann bleibe bei deinem Gefühl und kümmere dich zuerst um dich. Dabei können dir lösungsorientierte Fragen helfen wie z.B.wo im Körper spüre ich das Gefühl? Hat es eine Botschaft für mich? Was brauche ich in der Situation gerade, um meinen Zustand zu verändern?

 

#5

Erkenne die Glaubenssätze und wähle bewusst eine neue Realität!

 

Beobachte die Gedanken, die deinen Emotionen zu Grunde liegen. Löst ein Glaubenssatz über dich oder über andere gerade ein unangenehmes Gefühl aus? Wenn ja, frage dich, ob das, was du da gerade denkst, wirklich zu 100% stimmt oder ob es Gegenbeweise gibt. Und wenn es nicht voll und ganz stimmt, überlege wie du den Glaubenssatz positiv verwandeln kannst.

 

#6

Versuche nicht deine Emotionen vor deinem Pferd zu verstecken.

 

Du wirst es nur noch mehr verunsichern. Es spürt deine Inkongruenz und wittert Gefahr. Schaue sie dir stattdessen lieber bewusst an und akzeptiere dich vor allem mit allem, was da ist in der Situation. Nimm dir diese Zeit! Und wenn es am Ende sogar so wäre, dass du augenscheinlich nichts gemacht hast mit deinem Pferd, ist es alles andere als tragisch. Es bringt dich eher schneller und sanfter voran.

 

#7

Nimm dich an, so wie du bist und vor allem mit deinen Fehlern!

 

Das Zerstörendste für dich selbst ist anhaltende Selbstkritik. Wenn du z.B. gegen deine Unsicherheit kämpfst und sie loswerden möchtest, bist du im Kampf und sie wird stärker. Akzeptiere sie, erkenne ihr Geschenk, danke ihr und verwandle sie in Sicherheit.

 

#8

Du kannst  nur deine Reaktion beeinflussen.

 

Du reagierst auf die Art und Weise wie du andere wahrnimmst und interpretierst! Doch mache dir bewusst, dass das nur deine subjektive Realität ist und das zuweilen meist eine etwas eingeschränkte Sicht des Erlebten ist. Du weißt nicht, warum der andere so reagiert auf dich, welcher Schmerz dort vielleicht vergraben ist. Aber sehr gerne beziehen wir das Verhalten eines anderen auf uns. Im Grunde ist es aber so, dass die Art und Weise wie jemand auf dich reagiert, viel mehr über ihn aussagt, als über dich.

 

 

Wie ist meine Realität heute?

 

Ich bin mir meiner Entscheidung und meines Weges bewusst. Ich habe und lebe meine Wahrheit, die nicht deine sein muss und mit Sicherheit auch nicht ist und die sich auch stetig wandeln wird. Heute kann ich den Umgang mit meinen Pferden auch zwischen anderen ohne Beklemmung leben. Es stellt mir keiner mehr komische Fragen, auf die ich nicht antworten mag. Ganz im Gegenteil hat es sich dahingehend verändert, dass mich alle ziemlich gut einschätzen können und sich eher selbst beginnen zu rechtfertigen für Dinge, die sie mit ihren Pferden tun. Selbst wenn der ein oder andere mich belächeln mag, es wagt keiner unpassende Kommentare abzugeben. Warum auch? Es würde nicht auf Resonanz stoßen. Ich kann damit in Frieden sein jetzt und das war es die Reise zu mir selbst wert.

Und wenn ich das geschafft habe, dann schaffst du das auch! Welche Realität möchtest du ab heute leben?

Ich weiß nicht an welchem Punkt du jetzt stehst, aber ich möchte dich ermutigen:

 

Lauf los, verstecke dich nicht, fall hin und lauf weiter, ganz einfach:

 

LEBE voll und ganz!

 

Von Herzen

Nina

 

 

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