Kontakt

© 2018 by Personal Life Coach Nina Mathejczyk

  • Facebook Social Icon
  • Black Twitter Icon
  • Black Instagram Icon
  • Black YouTube Icon
  • Black Google+ Icon

Nina Mathejczyk

Südstr. 19,

38530 Didderse

​​

Tel: 0177/5433133

Email: nina.mathejczyk@gmx.de

Impressum und Datenschutzerklärung

Wem vertraust du in Sachen Führung? Angst oder Liebe? Kontrolle oder Vertrauen?

December 13, 2017

 

Eigentlich ist die charismatische Art zu führen im Grunde das, wonach wir alle streben. Allein unsere Ausstrahlung und unsere Fähigkeit einer brillianten Kommunikation und Empathie hat eine magische Anziehungskraft auf unser Umfeld und es gelingt uns in Leichtigkeit, andere, sprich auch Kinder und Pferde, zu führen. Wenn diese innere Reife oder innere Führung fehlt, fallen wir gerne zurück in vermutlich sichere Konzepte und Schema F, um irgendwie die Oberhand zu behalten. 

Im Unternehmen gern gesehen, aber im Alltag stellt sich dem viel entgegen, nenne es Gedanken, äußere Zwänge, Glaubenssätze, Ängste und Unsicherheiten. Sobald es nicht mehr um Erwachsene geht, sondern um Kinder oder Pferde oder in anderen Ländern immer noch Frauen, befürchten viele irgendwie das Schlimmste. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es um einen neuen Weg geht, der sich zwischen den alten starren Rollenbildern und der Laisséz faire Praxis befindet. Neues macht gerne Angst und die verstellt den Weg für Möglichkeiten und Optionen, sie sieht nur schwarz und weiß und nicht bunt.

 

 

 Zweifel und Ängste hindern uns "Neue" Wege zu gehen

 

Es gibt da so zwei unterschiedliche innere Stimmen und je nachdem, von welcher man sich leiten lässt, sieht unser Führungsstil sehr unterschiedlich aus. Die eine Stimme ist die der Angst oder des Verstandes. Kennst du die Sätze in deinem Kopf? Nein es kann nur so funktionieren mit meinem Kind, er muss Konsequenzen/Strafen kennen lernen. Die Welt ist kein Zuckerschlecken, wie soll er sonst später da draußen zurecht kommen. Er wird mir auf der Nase rum tanzen, er wird später noch gewalttätig, wenn ich seine Wutausbrüche nicht im Keim ersticke (Kleinkindphase). Wie sollte es anders funktionieren? Was denken denn die anderen? Dem Kind wird auf eine Art und Weise begegnet, die ihm von Grund auf eine negative Absicht unterstellt. Ebenso könnte man natürlich das Wort Kind durch Pferd ersetzen! Das Pferd darf damit nicht durchkommen..

 

 

Liebe weist einen neuen Weg

 

 

Dann gibt es da die zweite Stimme, das ist die der Liebe und kommt aus dem Herzen.

Sie ist frei von negativen Gedanken. Sie nimmt andere genau so an, wie sie sind. Es ist für sie ein leichtes zu sagen: Ich liebe dich so wie du bist! Ohne zu werten. Sie sieht und bestärkt das Schöne im anderen und nicht die Schatten. Sie versteht die Emotionen und Situationen des Kindes/Pferdes durch großes Einfühlungsvermögen auch ohne Erklärung. Sie unterstellt nur gute Absichten. Sie weiß, dass alle ihr Bestes geben und geht davon aus, dass alle ein Teil der Gemeinschaft sein wollen und auch einen Wert stiften möchten von sich aus. Sie vertraut auf die Liebe, das Licht und die Größe des anderen und das merkt man in jeglicher Handlung. Sie bringt Licht ins Dunkel und ist die geliebteste Begleitung eines jeden Lebewesens. Liebe ist das, was uns alle nährt und uns schon sehr früh untersagt wird zu fühlen.

 

 

Wenn der Hahn der Liebe zugedreht wird

 

Der Hahn wird einfach zugedreht, wenn das Kind sich nicht entsprechend verhält. Am Regler steht die Angst mit all ihren Zweifeln, die eigene Unsicherheit, die sagt, ABER: wenn mein Kind das macht und ich schimpfe nicht mit ihm oder mein Pferd rumzappelt und ich bestrafe es nicht dafür,  wie werden die anderen auf mich kucken, was werden sie erzählen, wie werden sie über mich denken? Wir sind dann bedacht auf unsere Außenwirkung und nicht auf die Beweggründe des Kindes oder Pferdes. Und genau das ist der Teufelskreis, in dem wir uns gerne drehen. Denn warum denken wir diese Gedanken? Aus einem Mangel an Liebe.  Wir haben als Kinder ebenso gelernt, dass wir nur Aufmerksamkeit bekommen und geliebt werden, wenn wir uns ordnungsgemäß verhalten. Sonst wird uns mit Härte und Liebesentzug begegnet. Wir haben Angst davor, dass dieses Loch, genannt Mangel an Liebe, von außen nicht weiter gestopft wird, dass der Hahn von Liebe und Aufmerksamkeit wieder zugedreht wird, dabei ist es egal von wem. Wir sind dann abhängig! Abhängig von dem Zuspruch, der Aufmerksamkeit, der Liebe anderer, weil wir nie gespürt haben, dass wir egal wie wir sind, geliebt werden! Und das wirkt sich enorm aus auf den Umgang, den wir mit unseren Kindern und Pferden pflegen.

 

 

Was hilft raus aus diesem Teufelskreis?

 

Den Hahn aufdrehen! Volle Pulle! Egal was kommt. Wir verschließen uns und merken es gar nicht mehr, so normal ist das schon geworden. Sonst würden wir fühlen, was wir da anrichten in den Momenten, in denen wir mit Liebe haushalten. Nur in solchen Augenblicken ist es uns möglich verletzend mit unseren Kindern und Pferden umzugehen. Insgeheim fühlen wir das auch, aber unser Kopf hat bestimmt eine Rechtfertigung parat, warum das schon ok und wichtig war, dass wir so gehandelt haben. Dabei schaden wir nicht nur unseren Kindern und Tieren, sondern genauso uns selbst! Eigentlich führen wir das Spiel unserer Kindheit weiter! Wenn wir unser Herz verschließen und keine Liebe fließt, kommt weder Liebe rein, noch kommt sie raus. Uns kann jemand gegenüber ausdrücken, wie sehr er uns liebt, aber wir werden es nicht spüren können, wenn wir uns verschlossen haben. Genausowenig wird es bei unserem Kind, unserem Partner, oder Pferd ankommen.

Wir steigen erst aus diesem traurigen Szenario aus, wenn wir erkennen, dass es keinen gibt, der dieses Loch stopfen könnte, außer uns selbst! All das an Gefühlen, was dir fehlt, kannst du dir nur selbst geben. Du hast das Gefühl, du wirst nicht geliebt? Liebe dich selbst! Dir fehlt Aufmerksamkeit von wem auch immer? Schenke sie dir zuerst selbst! Alles andere ist ein verletzendes Spiel aus Abhängigkeiten. Das ist wie zwei, die im Sumpf feststecken und sich da raus ziehen wollen. Es kann nicht funktionieren. Wenn sich zwei begegnen, die sich befreit haben aus ihrem Sumpf (aus Verletzungen, Mangel, Ängsten, Schuldgefühlen etc...), beginnt ein großartiges Fest:), ein Tanz in Harmonie auch mit dem Pferd, wenn beide Mensch und Pferd geheilt sind.

 

 

Liebe ist die Basis all unserer Beziehungen

 

Warum schreibe ich über Liebe so ausführlich, obwohl sich doch eigentlich alles um Führung, Pferde und Kinder dreht? Die Liebe, das Gefühl und die feine Wahrnehmung, sind für mich die Basis für eine grundlegende Veränderung in der Erziehung, aber auch im Umgang mit Pferden. Sie ebnet den Weg für ein leichtes Gelingen, sie vertraut, sie folgt, sie führt, sie ist und war immer da, auch wenn wir sie nicht fühlen! Man kann vieles verstehen und lernen, aber man wird es nur ansatzweise fühlen, glauben und verändern, wenn man es wirklich gefühlt hat.

 

Das eigene Leben mit meinem Sohn hat mir viel gezeigt in dieser Beziehung. Ich dachte, ich liebe mein Kind und kann ihm das auch zeigen. Und ja ich liebe mein Kind, wirklich!! Aber der Antrieb für Handlungen war nicht immer die reine Liebe. Ganz im Gegenteil, leider. Es gab Ereignisse in unser beider gemeinsamen Leben, in denen ich zu diesem Zeitpunkt nicht anders reagieren konnte, als mich zu verschließen, mich innerlich zurück zu ziehen. Wie ein Wasserhahn, der eben nur noch tropft. Nach außen war das nicht unbedingt sichtbar, aber er hat es gespürt, obwohl ich es selbst nicht wahrgenommen habe.

 

Wie hat er darauf reagiert? Er hat sich nicht zurück gezogen wie ich es als Kind tat. Er hat rebelliert, er hat gesagt, hier bin ich und ich weiß, dass ich deine Liebe verdient habe und ich werde um sie kämpfen. Und er hat gekämpft! Nicht, indem er ein besonders artiges, liebes Kind war, sondern ganz genau das absolute Gegenteil! Er wurde richtig aggressiv, er ging auf Angriff! Aufmerksamkeit war ihm sicher, die kleine Schwester von Liebe. Lieber das als zu wenig davon. Jegliche Strafen und Konsequenzen und Dominanz in diesen Situationen führten regelmäßig zu Eskalationen. Logisch, er fühlte sich zu Unrecht so behandelt, er hat nichts Falsches getan aus seiner Sicht, und diese Sicht ist geleitet von Gefühlen. Ich bin sehr froh, dass er ein kleiner Rebell ist und so auf sich aufmerksam gemacht hat und sein Wille und seine Kraft sind ungebrochen, er ließ sich nicht unterdrücken. Anders wäre es leichter gewesen für uns und unser Umfeld, aber auch bei weitem nicht so lehrreich. Denn ein vermeintlich artiges Kind, ist nicht immer ein glückliches, es kann eben auch ein Kind sein, das zerbrochen ist an unserer gängigen Art und Weise zu erziehen und macht uns eben nicht unbedingt so deutlich aufmerksam auf unsere eigenen "Mängel". Im übertragenen Sinne bezogen auf unser inneres Kind, eben unseren eigenen Mangel an Liebe und den Mangel Liebe zu geben.

 

Kinder und Pferde werden nicht müde uns diese inneren Baustellen aufzuzeigen. Sie spüren, ihr Gehirn schwingt anders, sie sind Bewusstsein. Keinesfalls sind wir auf einer höheren Ebene als unsere Kinder und Pferde und sie aus einer solchen zu behandeln wird Ihrem Potential nie gerecht. Alles, was uns hingegen zu Kommunikation und gleichwertiger Beziehung führt, die uns unweigerlich zu mehr persönlicher Autorität bringt, wird immer wichtiger werden und ist Teil unseres schon stattfindenden globalen Bewusstseinswandels!

 

Ein bedeutender Schritt dorthin, wenn nicht der wichtigste ist die Öffnung und Heilung unseres Herzens, unserer emotionalen Wunden. Erst dann kann es überhaupt möglich sein der Liebe voll und ganz in jedem Augenblick zu folgen. Andernfalls leiten uns die Muster und die Strategien diese Verletzungen zu umschiffen und erzeugen noch mehr Leid. Deshalb:

 

ÖFFNE DEIN HERZ VOLL UND GANZ!

 

 

 

Dürfte ich nur einen Tip geben, um dein Leben, deine Beziehung zu Pferd und Kind sowie zu dir selbst und grundlegend die Art deiner Führung zu verändern, wäre es genau dieser! Öffne dein Herz und fühle alles, den Schmerz, die Liebe, alles, nehme es wahr und lass es ziehen.

 

Das ist der Ursprung und das Ende allen Leidens! Es ist möglich von einen Moment auf den anderen. Es kann ein Weg sein. Der Verstand ist der, der uns begrenzt und sagt, das dauert bis ich mich von all den Dingen befreit habe aus meiner Vergangenheit.

Das Gute ist, du musst jetzt nicht nachgrübeln wie du das anstellen kannst oder welche Wunden da noch zu heilen sind, das Leben als solches oder eben in Form deiner Kinder und Pferde weist dich immer wieder darauf hin.

Das heißt, immer wenn dich irgendeine Begegnung oder ein Erlebnis aus der Bahn wirft und du negative Emotionen fühlst, höre auf auf dein Gegenüber zu schimpfen, das bringt dir absolut gar nichts. Er ist meist nur Träger deiner Projektionen. Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass alles, was dich mehr als 30 sec beschäftigt, etwas mit dir selbst zu tun hat.

Statt den Fokus also von dir wegzulenken, könntest du auch dich und deine eigenen Gefühle beobachten. Was löst das Verhalten eines anderen bei dir aus und warum? Wie würdest du das Verhalten bezeichnen? Und frage dich, warum du damit überhaupt in Resonanz gehst?

 

Im Vordergrund stehen für mich im Alltag hauptsächlich 3 Möglichkeiten:

  • Entweder macht der andere etwas, was wir absolut und übermäßig verurteilen (da wäre wiederum die Frage, warum verurteilen wir das so stark?)

  • Der andere macht einen Teil in uns sichtbar, den wir bei uns aber lieber gar nicht so gerne wahrhaben wollen.

  • Die Begegnung berührt ein altes Thema, das wir schützen, weshalb wir lieber abwehren, gerne durch Aggression.

Als kleines Beispiel: Dein Kind macht etwas, was dich ziemlich wütend macht, weil du es als respektlos einstufst. Du kannst dich dann fragen,

  • ob du vielleicht selbst manchmal respektlos handelst oder vielleicht gerade im vorangegangenen Moment dich respektlos gezeigt hast,

  • oder du respektloses Verhalten aus bestimmten Gründen total ablehnst

  • oder wann du einmal so respektlos behandelt worden bist, dass der jetzige Moment das Alte wieder in dir hochholt, um es loslassen zu können

Wichtig bei jeglichem Schmerz, der da hochkommen mag, halte dein Herz offen. Es kann kein Schmerz raus, wenn du es verschließt.

 

Wenn das interessant für dich klingt, dann probier es einfach aus. Das ist nur ein Weg, um sich im Alltag von Ballast zu befreien und sein Herz immer mehr zu öffnen. Es gibt auch andere und im Grunde ist es einfach eine Entscheidung.

Ganz egal für was du dich entscheidest, ich wünsche dir viel Kraft, Liebe und Mitgefühl für dich selbst und alle anderen auf deinem Weg!

 

 

 

Please reload

Recent Posts

July 2, 2019

Please reload

Du möchtest auf dem Laufenden bleiben und über Aktionen und Neuigkeiten informiert werden?
Dann trage dich gerne in meinen Newsletter ein!
This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now