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Die ungeschminkte Wahrheit- Ein Erfahrungsbericht

November 1, 2017

"Frühes Gelingen darf nicht blenden- frühes Scheitern und Mühsal soll nur stärken. Denn zu frühes Gelingen entpuppt sich später nicht selten als Schein und scheinbares Scheitern wandelt sich zu einem Sieg." K.F.Hempfling

 

Ja genau heute geht es um das Thema "Scheitern"...

Ich hatte einen Plan! Und ich wollte etwas ganz Bestimmtes! Ich wollte die schönen und zauberhaften Momente, die ohne Druck und Erwartung entstehen, auf Video festhalten. Ein Widerspruch in sich oder? Das hab ich auch ganz schnell gemerkt bzw. das Leben und die Pferde haben es mir sehr unmissverständlich klar gemacht. Mein Plan ging voll daneben und endete in Frustration meinerseits.

Meine Schwester war zu Besuch und ich wollte die Gelegenheit eben nutzen, mal ein schönes Video zu drehen. Es sollte natürlich sein und nicht gestellt, eben so wie wir gemeinsam auf der Wiese die Zeit verbringen. Es war nicht so, dass es nicht schöne, sich spontan ergebende Momente gab; aber es war wohl einfach Zeit mich auf das zu besinnen, was ich wirklich will. Denn jedes Mal, wenn die Pferde mit mir gemeinsam liefen oder spielten, war entweder die Speicherkarte voll, die Batterie alle, meine Schwester hatte grade die Aufnahme gestoppt oder es war ein Zaun im Weg. Ich war wirklich sowas von frustriert, traurig, entmutigt und hab mich am meisten über mich selbst geärgert. Warum hab ich aufgehört meine Pferde zu konditionieren, dann könnte ich jetzt auf Knopfdruck loslegen? „Hm“, sagte meine Schwester, die sich nicht die Bohne für Pferde interessiert, mir aber schon ab und an zuhört, was ich ihr so erzähle, „aber das willst du doch eben gar nicht, oder?“ Sie hatte sowas von Recht. Ja irgendwie habe ich mich vor einiger Zeit auf den Weg gemacht,  lieber an mir zu arbeiten als an den Pferden, um wirklich in Kontakt zu treten und mich in ihren Reaktionen erkennen zu können. Und genau das hatte ich nun davon. Also eigentlich hätte ich mich auch freuen können;)

 

Stunden später fand ich mich wieder auf der Koppel ein und es ergab sich ein ganz anderes Szenario. Ich wurde überschwänglich begrüßt. Die Pferde kamen aus der Ferne auf mich zugetrabt als sie mich sahen. Sie sind mit mir über die Wiese galoppiert, kurzum wir hatten ungezwungen gemeinsam eine Menge Spaß, genau das, was ich zuvor gerne auf Video gehabt hätte. Was war anders als am Vormittag?

 

Ich hatte meine Maske zuhause gelassen, nachdem mir die Pferde so unmissverständlich die ungeschminkte Wahrheit gezeigt haben. Ich war wieder offen für die Schönheit des Moments eben ohne Erwartung und ich war absolut und voll da.

War ich fröhlich und gut gelaunt? Absolut gar nicht, genau das Gegenteil. Ich war sehr traurig und hatte tiefen Schmerz durchlaufen in der Zwischenzeit, der mit den Pferden gar nichts zu tun hatte. Eigentlich wollte ich nur die Pferde aus dem Auto beobachten und noch nicht mal aussteigen, mich einfach innerlich wieder sortieren und neu ausrichten. Glücklicherweise gelang es mir recht schnell den Urgrund der emotionalen Verletzung zu erkennen. Diese Erkenntnisse bringen meist eine sehr schnelle Wandlung mit sich. Ich war wieder gestärkt, mir meines eigenen Weges sicher und konnte dankbar sein für die Erfahrung.  Die Energien und Emotionen offenen Herzens fließen zu lassen, erwies sich einfach als sehr heilsam. Mit Worten ist es für mich nicht einfach den Zustand, in dem ich mich befand zu beschreiben. Ich weiß, ich habe mich selbst noch nie so erlebt und die Pferde haben darauf reagiert. Eine Mischung aus Dankbarkeit für die Erkenntnisse, für das Leben und seine Geschenke und Wunder, die es bereit hält, zwar noch im Fühlen des Schmerzes, aber gerade wieder aus dem Tal nach oben blickend.

Aber ganz sicher eines: Mir meiner Emotionen und meines Körpers in diesem Moment voll bewusst und nicht der kleinste Hauch einer Maske. 

Es gibt keinen Grund irgendetwas zu verstecken, sie sehen es ohnehin. Sie lieben uns, so wie wir sind, auch wenn wir versuchen uns zu verstellen.

Masken sind uns nie dienlich, allenfalls ein Schutz, um unsere Verletzlichkeit nicht zu zeigen. Ganz bewusst zeige ich deshalb dieses Video. Einen Moment der gefallenen Masken. Ich hätte was Schönes zusammen schneiden können aus den Videos des Vormittags, das nun geteilte Video enthält dem Anschein nach nichts Tolles, nichts Spektakuläres. Eigentlich sollte es ein Video nur für mich sein, nach dem Motto „Und es geht doch“. Geht es mir um Sensationen, Dressur und Manipulation? Nein, das ist für mich eine Fassade, die es dem Menschen leicht macht sich hinter einer Methode zu verstecken. Es geht mir um die Wahrheit, um die innere Schönheit des Menschen und um die innere Schönheit des Pferdes. Da nutzt kein übliches Training, da geht es um Hinsehen, Hinfühlen und Annehmen, Wahrnehmen und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Ganz einfach ein gegenseitiger Dialog, der nicht fordert. An das erinnert mich der festgehaltene Moment, wenn es vielleicht auch nach außen nicht offensichtlich ist, sondern ganz unscheinbar: Tuck und in einigem Abstand auch Kahil begleiten mich als ich gehen will bis zum Ausgang der Weide.  Ich habe dazu kein Signal gegeben. Ich habe mich verabschiedet und wollte gehen. Sie folgen, weil sie es so wollen. Und sie tun es nicht, wenn meine innere Haltung nicht passt. Da kann ich einen Affentanz aufführen;) Tuck weicht erfahrungsgemäß keinen Schritt von der Seite des Menschen, wenn die Verbindung auf Herzebene tief ist. Ästhetisch ist das Video nicht unbedingt schön, nein ungeschminkt, alle zerzaust, alles verwackelt, noch nicht mal die Tränen an den Wangen getrocknet, durch das Handy noch Ablenkung. Aber das Gefühl in diesem Moment einfach unbeschreiblich. Das bin ich, ich ohne Masken. Mich so zu zeigen, ist für mich tatsächlich ein herausfordernder Schritt. Aber ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin. Es geht uns allen so! Die Masken abzusetzen macht scheinbar verletzlich, ist im Gegenteil aber eigentlich unglaublich stark. So möchte ich auch dich ermutigen, mal genauer hinzusehen, wo du selbst eine Rolle spielst oder versuchst etwas zu verstecken.. Im Grunde ist auch oftmals Aggression ein Schutz, um seine inneren Verletzungen nicht ansehen zu müssen. Welche verborgenen Wunden schützt du? Welche Masken hast du dir aufgesetzt? Wo passt du dich an und lebst nicht dich selbst, sondern jemanden, der du denkst, dass du sein solltest? Vor welchen Verletzungen hast du Angst?

Vielleicht hast du dich gefragt, warum ich solange von mir selbst erzähle, und was dir das bringt? Ich konnte viel lernen aus der Erfahrung und möchte meine Erkenntnisse mit dir teilen, in der Hoffnung, dass sie auch dir nützlich sind.

 

Ich habe an diesem Tag erkannt:

 

Dass es in erster Linie nicht darauf ankommt, dass du dich super fühlst, wenn du zu deinem Pferd gehst. Es ist einfach wichtig, dass du dir bewusst bist, was du fühlst, auch wenn es nicht pure Freude ist!

Häufig wird gesagt, gehe durch ein Tor und lass deine negativen Emotionen da, wenn du zu deinem Pferd gehst. Ja das ist im Grunde ein total toller Gedanke und auch eine gute Übung, wenn sie funktioniert. Das sollte das Ziel sein. Nur wie oft habe ich schon gehört von anderen: „Ja ich weiß ja, dass ich meinen Ballast zuhause lassen soll, aber es gelingt mir irgendwie nicht.“ Wegdrücken, verdrängen gelingt oft nicht. Bewusst wahrnehmen und offenen Herzens ziehen lassen, ist zielführender. Das sollte die Übung für dein ganzes Leben sein: ein bewusster Umgang mit deinen Gefühlen, der sie transformiert und zusätzlich wie mit der Torübung ganz gezielt einen neuen Zustand wählen!

 

Dass niemand anderes als du selbst beurteilen kann, ob dein Weg für dich der Richtige ist. Deine Intuition und dein Gefühl sind auf deinem Weg ein guter Wegweiser.

 

Dass es an der Zeit ist, die eigenen Masken fallen zu lassen.

Genauso wie sie schützen, hindern sie dich auch vor ehrlicher Beziehung und Verbindung, da dein Gegenüber dich gar nicht finden kann, sondern sich nur mit deinen Masken unterhält. Wir alle mögen echte Menschen und keinen Fake! Unseren Pferden geht es genauso! Wie sollen sie sonst wissen, woran sie sind? Wie sollen wir? Bist auch du bereit, deine Masken aufzugeben?

 

Dass es auch im Schmerz möglich ist, sein Herz offen zu halten und nicht zu verschließen. Das einzige, was uns einschließt und trennt ist die Angst vor Verletzung, da wir die damit verbundenen Gefühle als negativ verinnerlicht haben. Im Grunde sind die Gefühle einfach die, die sie sind. Nicht gut, nicht schlecht. Nur unsere Bewertung ist entscheidend und das trifft für jede noch so kleine Situation zu. Du entscheidest wie du etwas bewertest!

 

 

Ich wünsche dir ebenso tiefgehende Erfahrungen und Veränderungen für dich selbst und mit deinem Pferd!

 

 

 

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